Springe zum Inhalt

Barrierefreies Web für Europa – die Serie zum Verstehen und Umsetzen

Schriftzug barrierefrei mit einem @ in schwarz und in grau auf dem Kopf gespiegelt
barrierefrei ist die digitale Zukunft | Foto: Cristine Lietz / pixelio.de

Die europäische Richtlinie 2016/2102 über den barrierefreien Zugang zu Webseiten und mobilen Anwendungen öffentlicher Stellen ist seit dem 23. September 2018 in Kraft getreten. Die grundlegenden Regelungen greifen und weitere gesetzliche Regelungen zur Umsetzung in Deutschland sind bereits erlassen worden oder werden dies in Kürze.

Die Richtlinie fordert durch spezifische Anforderungen den barrierefreien Zugang zu Websites (inklusive Intranetbereich und Dokumenten) und mobilen Anwendungen öffentlicher Stellen sicherzustellen. Webangebote und mobile Anwendungen von privaten Dienstleistern sind von der Richtlinie nicht erfasst, jedoch ist der Begriff der öffentlichen Stelle sehr weit gefasst. Um einen barrierefreien Zugang zu leisten, müssen die vier Grundprinzipien der WCAG, der Web-Content-Accessibility-Guidelines, in deren aktuellen Form beachtet werden; danach muss eine Webseite oder App wahrnehmbar, bedienbar, verständlich und robust gestaltet sein.

Durch einen barrierefreien Zugang zu den Informationen und der Kommunikation in der digitalen Welt erhalten Menschen mit ganz unterschiedlichen Einschränkungen bisher ungeahnte Teilhabemöglichkeiten. Blinde Menschen können Texte und Informationen wahrnehmen, via Apps selbstbestimmt den eigenen Weg finden, Gehörlose Menschen können Audioformate wahrnehmen oder via App auch Vorlesungen folgen und Menschen mit Herausforderungen beim Verständnis der deutschen Sprache bekommen einen ersten Ansatz zu unabhängigen und neuen Informationen. Kurz gesagt: Die Richtlinie EU 2016/2102 erschließt die demokratische Grundidee des www für Menschen mit Behinderungen und ist ein entscheidender Schritt zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in der digitalen Zukunft.

In der Serie zur Richtlinie EU 2016/2102 möchten wir Ihnen daher dieses zukunftsweisende Instrument in seinen umfangreichen Feinheiten näher bringen. Denn auf diese Feinheiten kommt es an, beispielsweise:

  • was Sie umsetzen müssen, kann sich an der Grenze des Bundeslandes entscheiden
  • wie dynamisch sich die Standards entwickeln werden, zeichnet sich heute bereits ab
  • warum sich digitale Barrierefreiheit von Beginn an lohnt…

Die grundlegenden Antworten zu den Fragen zur Richtlinie – wen diese verpflichtet, welche Ziele diese verfolgt und was Webseitenbetreiber grundsätzlich tun müssen - sind in einem übersichtlichen und gut verständlichen Artikel unseres Geschäftsführers Michael Wahl auf dem Portal zum barrierefreien Web der Aktion Mensch einfach-fuer-alle zusammengestellt.

Barrierefreies Web für Europa – die Serie zum Verstehen und Umsetzen gliedert sich in die folgenden acht Teile

Teil 1: Barrierefreies Web – welcher Standard darf es denn sein?

Teil 2: Föderales Deutschland - Wer muss als Webseitenbetreiber im Bund und in den Ländern, in der Kommune und im mittelbaren öffentlichen Bereich digital barrierefrei werden?

Teil 3. Anforderungen mit Weitblick – Was Sie tun müssen und warum das Sinn macht

Teil 4: time please - was genau bis wann fertig sein muss

Teil 5: Feedback wird´s geben – Über Rückmeldungen und Kontrolle

Teil 6: Barrierefreiheit sichtbar machen - die Erklärung zur Barrierefreiheit

Teil 7: Barrierefreiheit als Prozess – Wer hilft beim Planen, Umsetzen und Testen?

Teil 8: Der Blick in die europäische Zukunft - neue Standards, ICT-Vernetzung und Chancen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Vergrößern
kontrastreich